Kampfbericht 2. Kampftag 2026 – Schaafheim


Niederlage in Schaafheim

Nach dem Auftaktsieg in der Vorwoche mussten wir in Schaafheim die erste Saisonniederlage einstecken. Etwas unglücklich im Verlauf und vom Ergebnis her letztlich zu hoch endete die Paarung beim letztjährigen Vizemeister mit 20:11 für den ASV. Trotz der weiterhin verletzungsbedingt angespannten Situation zeigten unsere Sportler tolle Leistungen und hätten sich am Ende ein besseres Ergebnis verdient gehabt.

Insbesondere das Duell bis 66 kg Freistil ließ dabei die Gemüter hochkochen. Hier später mehr dazu.
Gehen wir nun direkt in die Einzelpaarungen.

Hier war nicht viel zu holen. Gegen den bekanntlich starken und sehr erfahrenen Terzi, den wir bereits aus seinen früheren Stationen bei Groß- und Kleinostheim kennen, hatte Ruslan keine Mittel, um dagegenzuhalten. Bereits aus der ersten Bodenlage heraus holte der Gastgeber mit mehreren Drehern einen 12:0-Vorsprung heraus. Die technisch überlegene Niederlage war damit nicht abzuwenden.

Zwischenstand: 4:0

Hier entwickelte sich ein hart geführter und taktisch geprägter Kampf, in welchem Bence jedoch seine ganze Klasse ausspielen konnte und musste. Nachdem er die erste Bodenlage selbst einstecken musste, überzeugte er im Anschluss mit seiner technischen Raffinesse. Ein toller Wurf drehte das Geschehen zu seinen Gunsten und brachte ihm eine 4:1-Führung. Ein dickes Feilchen am Auge brachte ihn dabei ebenfalls nicht aus dem Konzept, so dass er die Führung im zweiten Abschnitt auf 7:1 ausbauen konnte und damit die ersten beiden Mannschaftspunkte für den AC sicherte.

Zwischenstand: 4:2

Bertram, der erst vor kurzem von einer Verletzung zurückgekehrt war, gab den Kampf kurz nach dem Anpfiff bereits verletzungsbedingt auf. Vier „kampflose“ Punkte für Javier und den AC.

Zwischenstand: 4:6

Ganz kurz und knapp – ein klasse Freistilkampf für den neutralen Ringsportfan. Krisztian hatte mit dem 9 kg schwereren Plodek eine echt harte Nuss zu knacken. Der Schaafheimer, selbst als erfahrener und robuster Sportler bekannt, machte es unserem Neuzugang schwer, konnte sich den starken Beinangriffen von Krisztian anfänglich jedoch nicht entziehen. Zur Pause stand so ein 6:0-Vorsprung auf der Anzeigetafel.

Im weiteren Verlauf konnte sich der Schaafheimer besser darauf einstellen. Krisztian setzte trotz alledem weiter auf Angriff und sicherte sich so einen 10:0-Punktsieg. Starker Kampf, Krisztian!

Zwischenstand: 4:9

Wie eingangs bereits erwähnt, wurde es hier hitzig. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit anfänglichen Vorteilen für den Schaafheimer. Simons Stärken sollten jedoch vor allem im weiteren Verlauf ausgespielt werden. Es schien auch aufzugehen. Nach einem 6:1-Pausenrückstand begann Simon stark und verkürzte direkt zu Beginn des zweiten Abschnitts.

Ein aus unserer Sicht absolut unnötiger Kopfstoß bereitete Simon jedoch große Probleme und hätte – mit Vereinsbrille betrachtet – eine konsequentere Strafe nach sich ziehen müssen. Dies ist leider nicht geschehen. Simon setzte nach dieser Zwangspause alles auf eine Karte, wurde bei eigenem Angriff gekontert und landete dabei unglücklich auf den Schultern. Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung.

Jan bekam es mit dem bis dato für uns unbekannten Lehner zu tun. Der Schaafheimer Neuzugang fiel vor allem durch seine starke körperliche Statur auf. Es war klar, dass dies ein harter Fight für Jan werden würde.

Der Auftakt war jedoch alles andere als ideal. Gleich in der ersten Aktion wurde Jan am Mattenrand mit einem Wurf bestraft und ging mit 0:4 in Rückstand. Jan fand dann viel besser in den Kampf und machte seine Sache gut, konnte in den entscheidenden Aktionen jedoch nicht punkten und gab dabei sogar noch weitere Punkte ab. Am Ende stand so eine 9:1-Punktniederlage zu Buche.

Zwischenstand: 11:9

Michael ist dieses Mal in die 71 kg herabgerückt. Gegen den unbequem zu ringenden Pusch war es über weite Strecken ein ausgeglichener Kampf, in welchem Michael jedoch in beiden Runden die Passivitätsentscheidung gegen sich ausgesprochen bekam. Im zweiten Abschnitt hätte diese durchaus auch mal anders ausfallen dürfen, aber gut.

Ein Dreher in Abschnitt eins sorgte somit für einen 6:0-Punktsieg für den Schaafheimer. Auch hier wäre durchaus ein knapperes Ergebnis möglich gewesen. Leider kam es nicht zur Chance auf eine eigene Bodenlage. Weitere zwei Zähler für den ASV.

Zwischenstand: 13:9

Endre rückte wieder bis 80 kg auf und bringt damit einen körperlichen Nachteil gegenüber den etatmäßigen 80ern dieser Liga mit. Mit Lucas Diehl hatte er hier auch einen sehr starken Kontrahenten, dem er jedoch einen großen Kampf bot. Der angesprochene Nachteil führte jedoch dazu, dass Endre in den entscheidenden Situationen den Kürzeren zog. Schade, denn nach dieser Leistung hätte er sich mehr verdient gehabt.

Eine „Vier“ und zwei „Zweier“-Wertungen sorgten somit für die 8:0-Punktniederlage. Toller Kampf, Endre.

Zwischenstand: 16:9

Ein sehr stark geführter Kampf von Ashot. Taktisch wie technisch. Ashot ging aus der ersten Ausringaktion mit 0:2 in Rückstand, ließ sich davon jedoch nicht beirren und führte seinen Kampfplan konsequent aus. Bis zur Pause wurde der Schaafheimer weiter beschäftigt und „ausgelesen“.

In Abschnitt 2 erhöhte Ashot die Schlagzahl weiter und setzte noch mehr Angriffe, mit welchen er dann auch fast durchgängig Erfolg verbuchen konnte. So schraubte er sein Konto auf 8:2 nach oben und gewann den Kampf letztlich sehr verdient und souverän.

Zwischenstand: 16:11

Auf Grund der angesprochenen Verletzungsmisere ließen wir dieses Gewicht aus taktischen Gründen unbesetzt. Die letzten 4 Punkte gingen so an den Gastgeber.

Fazit: Unterm Strich steht damit eine 11:20-Niederlage, die aus unserer Sicht etwas deutlicher ausfällt, als es der Kampfverlauf über weite Strecken vermuten ließ. Bei sechs Einzelsiegen für den ASV und vier für uns war die Begegnung lange Zeit deutlich enger, als es das Endergebnis vermuten lässt. In den entscheidenden Situationen fehlte uns teilweise das nötige Quäntchen Glück, um aus den guten Leistungen auch die entsprechenden Mannschaftspunkte mitzunehmen. So wäre durchaus die Möglichkeit vorhanden gewesen, etwas Zählbares aus Schaafheim mitzunehmen.

Trotz der Niederlage und der weiterhin angespannten personellen Situation können wir mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Unsere Sportler haben sich teuer verkauft und gezeigt, dass wir auch gegen einen starken Gegner mithalten können. Jetzt gilt es, die positiven Eindrücke mitzunehmen und in den kommenden Kämpfen wieder in Punkte umzumünzen.


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