Schmerzhafte Niederlage in Gailbach
Eine ebenso knappe und ärgerliche für die WKG
Das war nicht das Wochenende des AC. Alle drei Mannschaften mussten knappe Niederlagen einstecken, wobei es insbesondere in der Oberligapartie hitzig zuging. Aber eins nach dem Anderen.
Leider kommt unser Bericht diese Woche mit ein wenig Verzögerung und etwas gekürzt. Dennoch wollen wir, insbesondere auf die Schlüsselszenen, auf die einzelnen Kämpfe eingehen.
TSV Gailbach Jugend vs. AC Goldbach Jugend – 8:4
Gegen den Titelverteidiger und erneut einen der Favoriten auf den Sieg der diesjährigen Jugendligasaison war von Beginn an klar, dass es eine äußerst schwierige Aufgabe geben wird. Unsere Jugendmannschaft hat sich aber erneut in sehr guter Form gezeigt und es den Gastgebern richtig schwer gemacht. Mit ein bisschen mehr Glück wäre hier durchaus mehr drin gewesen, so dass wir weiterhin optimistisch auf die Saison und den Rückkampf schauen können. Kurz zu den einzelnen Paarungen.
Jonah Lippert begann den Kampfabend mit einem überzeugenden Auftritt und einem Schultersieg. Henri Maier musste sich leider geschlagen geben. Gegen seinen Gegenüber Garayan wäre aber tatsächlich ein Hauch mehr drin gewesen. Weiter fleißig trainieren, Henri. Ben Finzel nagte seinen Gegner „Streib“ förmlich ab und schulterte ihn letztendlich nach fulminanter Partie. Marlon Reinhard hatte gegen Davoudi das Nachsehen, zeigte aber vollen Einsatz. Hannes Brückner schlug einmal mehr seinen Dauerrivalen Damian Streib auf abgeklärte Art und Weise. Besonders erfreulich auch der Sieg von Fritz Feller gegen Tristan Höglmeier nach Punkten. In der letzten Minute drehte er die Paarung mit mehreren „Kopfdurchdrehern“. Super Kampf, Fritz. Die beiden Mädels Marie Heeg und Jana Goßmann hatten gegen jeweils deutliche schwerere Kontrahentinnen das Nachsehen, zeigten aber dennoch auch einmal mehr ihre positive Entwicklung. Paul Schneider hatte gegen das Gailbacher Talent Moritz Belle das Nachsehen, zeigte aber auch einen engagierten Kampf. Ebenso Theodor Bieber, welcher gegen den zwei Jahre älteren Tran seine Qualitäten leider nicht zeigen konnte. Tom Hortig begann gut und so sah es anfänglich nach einem positiven Ausgang aus. Jedoch geriet er nach einer Unachtsamkeit auf die Schultern.
Es zeigt sich also, dass wir auch gegen die Top-Teams immer „näherkommen“ und auch hier, zumindest ein Unentschieden greifbar war. Wir arbeiten einfach weiter hart, die Jungs und Mädels haben Spaß, Ehrgeiz und große Ziele. Daher freuen wir uns schon heute auf die kommenden Aufgaben und alles was kommt. Und zum Jahresabschluss mit dem Finalturnier, welches zum dritten Mal in Folge am Weberborn ausgetragen wird.
Eintracht Frankfurt vs. WKG Goldbach II/ Erlensee – 16:13
Die WKG Goldbach II/Erlensee kämpft tapfer, muss sich jedoch mit 13:16 gegen Eintracht Frankfurt geschlagen geben. Nach einem spannungsgeladenen und letztendlich sehr knappen Kampf unterlag die WKG mit 13:16. Die Mannschaft bot jedoch großen kämpferischen Einsatz und konnte vor allem in den leichteren Gewichtsklassen überzeugen.
Den Auftakt machte Ataullah Arab in der 57 kg-Klasse im Freistil. Arab, der entschlossen ins Duell ging, zeigte eine starke Leistung und besiegte seinen Gegner, Cosmin Jian, bereits nach 1:47 Minuten mit einem Schultersieg.
Leider gab es im weiteren Verlauf auch Rückschläge. So musste Philipp Bieber bis 130 kg aufrücken, um Daniel Nägele zu ersetzen (An dieser Stelle nochmals Herzliche Glückwünsche an Daniel zur Hochzeit und alles Gute für Eure gemeinsame Zukunft). Gegen Ömer-Faruk Karatay musste er eine Schulterniederlage einstecken.
Ebenso bis 61 kg, wo sich Zaki Mojiburahman gegen Irakli Aziziani geschlagen geben musste.
Bis 71 kg-Duell brachte Stepan Trifonoglo das Team mit einem ebenfalls schnellen Schultersieg zurück ins Rennen. Im abschließenden Duell bis 75 kg lieferte Nicolai Chelioglo einen furiosen Kampf ab. Mit einer technischen Überlegenheit über seinen Frankfurter Gegner verkürzte er den Rückstand nochmals.
Die Mannschaft zeigte insgesamt eine starke Moral und vor allem im Anschluss an die ersten Niederlagen beeindruckende kämpferische Qualitäten.
Mit diesem knappen Ergebnis bleibt WKG Goldbach II/Erlensee auf dem 8. Tabellenplatz. Die Mannschaft hat jedoch gezeigt, dass sie sich nicht so leicht unterkriegen lässt und das insbesondere in der Rückrunde mit ihr zu rechnen ist. Für die nächste Zeit heißt es, die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen und an den Stärken weiterzuarbeiten, um in der Liga wieder zuzulegen.
TSV Gailbach vs. AC Goldbach I – 19:11
Das Ergebnis täuscht leider über den engen Kampfverlauf hinweg. Es entwickelte sich ein toller Kampfabend, welcher jedoch leider etwas getrübt wurde. Dazu gleich mehr. Beginnen wir mit 57 kg und gehen die Kampffolge durch.
Ruslan Lukash fand gegen Jan Schneider keine Mittel und musste im zweiten Kampfabschnitt eine technisch überlege Niederlage hinnehmen. Bis 130 kg überzeugte Bence Fulai einmal mehr. Gegen den erfahrenen und 20 kg schwereren Radinger wurde er, etwas verwunderlich, in beiden Kampfabschnitten als passiv gewertet und musste entsprechend in die Bodenlage, welche jedoch jeweils ereignislos blieben. Dennoch blieb ein 0:2 Rückstand, welche er mit einer starken Technik ausglich und kurz vor Schluss, als der Gailbacher aktiver wurde, durch einen cleveren Konter auf 4:2 ausbaute und so den Punktsieg erkämpfte.
Bis 61 kg blieb Javier leider einmal mehr kampflos.
Ivan Gashlama hatte mit dem körperlich stärkeren Görgü so seine Probleme und hatte in den einzelnen Ausringsituationen stets das Nachsehen, so dass nach 4 Minuten eine technisch überlege Punktniederlage auf der Anzeigetafel stand. Bis 66 kg bekam es Simon Steigerwald mit dem sehr passiv eingestellten Nico Tauber zu tun. Obwohl er stets aktiv war und das Geschehen jederzeit im Griff hatte, verhinderte der defensiv gut agierende Gailbacher das Ergebnis niedrig zu halten. Am Ende stand ein Punktsieg mit 2 Mannschaftspunkten für den AC. Mit lediglich 8:7 behielt der Pausenstand alles für den zweiten Abschnitt offen.
Bis 86 kg traf Jan Fischer auf den favorisierten Evgenij Titovksi. Es entwickelte sich, wie auch die jeweiligen Verwarnungen zeigen, ein hart geführter Kampf. Jan schaffte es, den Kampf lange offen zu halten. Am Ende standen, trotz großartiger Leistung von Jan, jedoch 3 Mannschaftspunkte für den TSV auf der Anzeigetafel. Laut wurde es hier dennoch nochmals, nachdem der Kampfrichter eine zweifelsfrei fehlerhafte Punkteanzeige nicht mehr korrigierte.
Bis 71 kg hatte es Michael Heeg dann mit dem Niederländer Mate van Os zu tun. Nach sauberem Schwunggriff ging er mit 4:0 in Führung. Im Verlauf kippte der Kampf ein wenig, wobei beide 4-er Wertungen gegen ihn mehr als zweifelhaft waren. Natürlich möchten wir hier nicht den Kampfleiter für die Ergebnisse verantwortlich machen, aber diverse Entscheidungen standen an diesem Abend definitiv im Fokus. Mehr dazu gleich. Der Kampf endete letztendlich mit zwei Mannschaftspunkten für Gailbach.
Endre Zalan traf bis 80 kg auf Frederik Linz. Endre zeigte eine gute Leistung und lag letztendlich sogar unter den Möglichkeiten. Mit 1:6 hielt er den Kampf, anders als im vergangenen Jahr lange offen und verpasste es leider, sich für ein noch besseres Ergebnis zu belohnen.
In der vorletzten Paarung des Abends folgte dann der größte Aufreger und die letztendliche Entscheidung. Juan Pablo traf auf Finn Köth, welcher den Kampf direkt aggressiv begann. Juan Pablo reagierte darauf, wie es in vielen Kämpfen an jedem Wochenende passiert. Warum der Kampfleiter hier Juan Pablo auf Grund einer Tätlichkeit (so steht es geschrieben) disqualifizierte, ohne ihn mit einer Karte zu belegen ist ebenso fraglich wie die unterschiedlichen Aussagen, welche er noch auf der Matte traf… Ein toller Wettkampfabend, welcher Emotionen, Freude und Aufreger enthielten, wurde so mit wenig Fingerspitzengefühl entschieden.
In der abschließenden Paarung zwischen Andrej Kurockin und Lars Krull packte Andrej nochmal in die Technik-Kiste. Gegen denn, in der Paarung überforderten Gailbacher, zeigte schöne und saubere Techniken und punktete seinen Gegenüber technisch überlegen aus.
Wir schon geschrieben, war der unparteiische an diesem Abend leider häufig im Fokus, was einen faden Beigeschmack lässt. Nach der Vorrunde liegen wir somit auf Platz 5. Wir wussten um die Schwierigkeiten in der Vorrunde und schauen nun gespannt und mit Vorfreude auf die Rückrunde, wo wir auf Grund der Stilartwechsel in den einzelnen Klassen nochmals stärker aufgestellt sein werden. Wir wollen noch einige Punkte sammeln und nun auch die „3 Großen“ zumindest ärgern. Erstmals unter Beweis stellen können wir dies am 08.11. zum Rückkampf am Weberborn, gegen den aktuellen Tabellenführer Großostheim, da wir am kommenden Samstag wettkampffrei sind.
Also, am besten gleich im Kalender eintragen. Auch hier wird es wieder tolle Paarungen und sicherlich einen spannenden Wettkampfabend geben.