Kampfbericht 3. Kampftag 2026 – Gailbach


Knapper Heimsieg gegen Gailbach

Was für ein Abend! Spannende Paarungen, gute Stimmung in der Halle und am Ende ein knapper Heimsieg, der vor allem durch clevere taktische Entscheidungen in der Aufstellung möglich wurde. Gegen einen starken Gegner entwickelte sich eine enge Begegnung, in der am Ende Kleinigkeiten den Ausschlag geben sollten.

Zu den Matchwinnern an diesem Abend avancierten Ashot Shahbazyan und Endre Zalan Bodo. Die Entscheidung, Ashot bis 71 kg im Greco aufzubieten, ging dabei voll auf. Gegen Finn Köth zeigte Ashot einen starken Kampf und sicherte sich einen technisch überlegenen Punktsieg.
Auch Endre konnte für ein besonderes Highlight sorgen. Gegen seinen Dauerrivalen Frederik Linz entwickelte sich erneut ein spannender Kampf, den Endre diesmal erst wenige Sekunden vor dem Schlussgong für sich entscheiden konnte.
Sein Saisondebüt feierte zudem Ivan Gaslama. Erstmals in dieser Saison ging Ivan in der 80-kg-Klasse auf die Matte und überzeugte dort gegen Dominik Fleischmann. Mit seinem Sieg steuerte auch er wichtige zwei Punkte zum Mannschaftserfolg bei.

Gehen wir nun direkt in die Einzelpaarungen.

Ruslan begann gut und ging zu Beginn mit 2:0 in Führung. Im weiteren Verlauf verlor er jedoch leider komplett sein Konzept und gab immer wieder Punkte aus teils kniffligen, aber auch vermeidbaren Situationen ab. Der Pausenstand von 2:6 versprach zunächst noch Spannung.
Durch eine Viererwertung direkt zu Beginn des zweiten Abschnitts bekam der Gast jedoch zusätzlichen Auftrieb und punktete mehrfach. So stand in der letzten halben Minute schließlich die technisch überlegene Punktniederlage für Ruslan zu Buche.

Zwischenstand: 0:4

Bence bekam es an diesem Abend mit einem im wahrsten Sinne des Wortes schweren Brocken zu tun. Radinger brachte satte 24 kg mehr auf die Waage und wusste diesen körperlichen Vorteil auch einzusetzen und zu nutzen. Dennoch überzeugte Bence bereits im ersten Abschnitt und bekam vom Kampfleiter die erste Aktivität zugesprochen, was ihm die 1:0-Führung einbrachte. Ein weiterer mutig angesetzter Wurf sorgte dafür, dass Bence nochmals eine Zweierwertung erzielen konnte und mit einer 3:0-Führung in die Pause ging. Im zweiten Abschnitt musste Bence in die Bodenlage und konnte sich einem Dreher nicht entziehen, wodurch der Gailbacher zum 3:3 ausgleichen konnte. Mit einem echten Kraftakt in der vierten Minute holte sich Bence jedoch die Führung zurück und gab diese im weiteren Verlauf nicht mehr aus der Hand. Ein hart erkämpfter und absolut verdienter Punktsieg. Starker Kampf, Bence!

Zwischenstand: 1:4

Javier machte von Beginn an Dampf und „marschierte“ wie gewohnt nach vorne, was ihn natürlich auch immer wieder ein Stück weit anfällig macht. So gab er zunächst eine Zweierwertung ab, konterte aber postwendend und drehte das Ergebnis mit einem sehenswerten Überwurf direkt auf 5:2. Ein weiterer Dreher und eine Verwarnung wegen Beinarbeit rückten die Verhältnisse schnell wieder ins richtige Licht. In der zweiten Minute ging das Punktesammeln munter weiter. Nach gerade einmal 2:06 Minuten war der Auftritt dann bereits beendet und der technisch überlegene Punktsieg für Javier stand auf der Anzeigetafel.

Zwischenstand: 5:4

Wieder eine souveräne Vorstellung und ein sehr dominanter Auftritt von Krisztian, der zu keinem Zeitpunkt Zweifel an einem hohen Sieg aufkommen ließ.
Wie bereits in den Auftaktkämpfen überzeugte unser Neuzugang durch tolle Angriffe, ein extrem starkes Ausringverhalten und eine bemerkenswerte Abgeklärtheit – und das trotz seines noch jungen Alters. Zur Pause hatte Krisztian bereits elf Punkte auf der Habenseite. Im zweiten Abschnitt baute er sein Punktekonto weiter aus und fuhr nach genau vier Minuten den technisch überlegenen Punktsieg ein. Starker Auftritt, Krisztian!

Zwischenstand 9:4

Hier gab es die erste, für uns negative Überraschung an diesem Abend. Simon erwischte nicht seinen besten Tag und wurde von Tauber zu Beginn ein wenig überrascht. Der Gailbacher, der im letzten Jahr offensichtlich körperlich noch einmal deutlich zugelegt hat, zeigte allerdings auch einen starken Kampf und machte Simon das Leben entsprechend schwer.
Zur Pause stand es aus Simons Sicht 2:8, ehe er im zweiten Abschnitt immer besser in den Kampf fand und dem Ausgleich bereits gefährlich nahekam. Alles deutete darauf hin, dass Simon das Geschehen noch drehen könnte.

Zwei aus unserer Sicht unglückliche Entscheidungen – einmal am Mattenrand und dann in der letzten Ausringsituation – drehten den Spieß jedoch noch einmal gehörig in Richtung des Gastes. Insgesamt wurden Tauber so weitere sechs Punkte zugesprochen, wodurch er letztlich sogar drei Mannschaftspunkte mit nach Gailbach nehmen konnte.
Das Ergebnis fiel aus unserer Sicht in dieser Höhe zu deutlich aus und spiegelte den eigentlichen Kampfverlauf nicht wider. Wie dem auch sei – diese drei Mannschaftspunkte waren so sicherlich nicht einkalkuliert.

Hier muss ich beim Schreiben dieser Zeilen tatsächlich etwas genauer überlegen, wie ich es formuliere. Der erste Abschnitt war absolut ausgeglichen und Jan bekam lediglich die erste Passivität zugesprochen. Aus der anschließenden Bodenlage entstand keine weitere Aktion, sodass mit 0:1 ein völlig ausgeglichener Kampf in die Pause ging.

Im zweiten Abschnitt nahm das Geschehen dann allerdings eine aus unserer Sicht sehr unglückliche Wendung. Eine Viererwertung gleich zu Beginn, bei der Jan auf den Hintern fiel, war bereits äußerst strittig. Wie es anschließend weiterging, war für uns jedoch nur schwer nachvollziehbar.

Jan bekam zunächst eine Verwarnung wegen einer angeblich zu tiefen Kopfposition, ohne dass zuvor eine entsprechende Ermahnung ausgesprochen worden war. Dafür wurden dem Gailbacher zwei Punkte zugesprochen. Der anschließenden Passivitätsentscheidung folgte wiederum keine Aktion des Gailbachers. Nur wenige Sekunden später wurden Jan dann innerhalb von gerade einmal drei Sekunden zwei weitere Passivitäten wegen Mattenflucht attestiert. Aus unserer Sicht gaben die beiden Situationen bei genauer Betrachtung diese Entscheidungen so nicht her. Die Folge war die Disqualifikation von Jan und damit vier Mannschaftspunkte für die Gäste. Eine äußerst bittere Situation für Jan und für uns, zumal der Kampf bis zur Pause völlig offen und ausgeglichen war.
Schade, Jan!

Zwischenstand 9:11

Nun sollte der Abend aber richtig Fahrt aufnehmen. Ashot zeigte an diesem Abend eine ganz starke Vorstellung im griechisch-römischen Stil. Die taktische Variante, ihn bereits diesmal Gewicht reduzieren und bis 71 kg antreten zu lassen, ging dabei voll auf.
Ashot begann von der ersten Sekunde an mit viel Druck und dem absoluten Siegeswillen. Köth hatte gegen diese Ringweise nicht viel entgegenzusetzen und so sammelte unser Neuzugang aus Mainz schnell Punkt um Punkt. Immer wieder setzte Ashot dabei auch sehenswerte Würfe an und konnte seinen Vorsprung dadurch kontinuierlich ausbauen.

Der technisch überlegene Punktsieg war in dieser Form sicherlich nicht unbedingt vorherzusehen, sollte für uns an diesem Abend aber noch enorm wichtig werden. Ashot konnte damit das Blatt glücklicherweise wieder wenden und vier ganz wichtige Mannschaftspunkte für den AC sichern.
Starker Auftritt, Ashot!

Zwischenstand: 13:11

Eine wilde Begegnung! In Abschnitt eins entwickelte sich zunächst ein taktisch geprägter Kampf, in welchem Ivan aufgrund der Aktivitätszeit mit 1:0 in Führung ging. Eine kleine Unachtsamkeit kurz vor der Pause sorgte jedoch noch für den 1:2-Rückstand.

Auch der zweite Abschnitt begann zunächst eher verhalten. Nach vier Minuten legte Ivan dann aber richtig los und schraubte innerhalb der nächsten Minute den Punktestand mit tollen Freistiltechniken auf 8:2 nach oben. Der Konter des Gailbachers ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Fleischmann verkürzte noch einmal auf 5:8 und brachte damit wieder Spannung in den Kampf. In einem offenen Schlagabtausch in den letzten 60 Sekunden setzte sich Ivan jedoch durch, zeigte gegen den starken Gailbacher seine Klasse und sicherte sich am Ende einen verdienten 12:8-Punktsieg. Damit steuerte Ivan bei seinem Saisondebüt und seinem ersten Einsatz in der 80-kg-Klasse ebenfalls zwei wichtige Mannschaftspunkte zum Heimerfolg bei.
Starker Einstand, Ivan!

Zwischenstand 15:11

Endre bekam es wieder einmal mit seinem Dauerrivalen Linz zu tun. Die beiden haben sich in den vergangenen Jahren bereits viele packende Duelle geliefert – bislang stets mit dem glücklicheren Ende für den Gailbacher. Entsprechend spannend und eng entwickelte sich auch dieses Aufeinandertreffen. Endre ging zunächst aufgrund der Passivitätszeit für den Gailbacher mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause gelang Linz am Mattenrand jedoch noch der Ausgleich, sodass es mit einem 1:1 in die zweite Runde ging. Im zweiten Abschnitt sah es dann lange nach einem Sieg für Endre aus. Aus einer starken Ausringsituation heraus erkämpfte er sich gleich zwei Zweierwertungen und setzte sich damit auf 5:1 ab. Eine wiederum knifflige Situation sorgte anschließend jedoch für eine Viererwertung und damit den Ausgleich. Das 5:5 war in dieser Form aus unserer Sicht äußerst unglücklich und fühlte sich zu diesem Zeitpunkt fast schon unverdient an.

Endre steckte jedoch nicht auf, kämpfte bis zur allerletzten Sekunde und belohnte sich tatsächlich noch für seinen Einsatz. Mit praktisch dem Schlussgong setzte er eine Zweierwertung und machte damit nicht nur seinen Einzelerfolg perfekt, sondern besiegelte gleichzeitig auch den Mannschaftssieg. Was für ein Kampf und was für ein Ende! Endre schlägt seinen Dauerrivalen Linz erstmals und sichert damit zwei ganz wichtige Punkte für den AC. Starker Kampf, Endre!

Zwischenstand 16:11

Der Sieg war nun eingetütet. Der letzte Kampf des Abends brachte dennoch noch einmal einiges an Stimmung in die Halle.
Der Kampf begann dabei alles andere als ideal. Der Gailbacher ging recht schnell deutlich in Führung und Michael hatte zu Beginn so seine Schwierigkeiten. Nach gerade einmal zwei Minuten stand es bereits 0:9 und es schien zunächst so, als wäre an diesem Abend nicht mehr viel zu holen.

Michael fand anschließend jedoch deutlich besser in den Kampf und hatte im zweiten Abschnitt durchaus die Möglichkeit, selbst noch zu punkten. Ein Konter aus der Bodenlage heraus wurde aus unserer Sicht allerdings aus unerklärlichen Gründen abgepfiffen. Da es hierfür auch keine Verwarnung gab, blieb die Erklärung einer Beinarbeit für uns etwas undurchsichtig.
Ein weiterer Konter zeigte anschließend ein ähnliches Bild. Dieses Mal wurde zusätzlich eine Verwarnung ausgesprochen. Auch hier fiel es uns aus unserer Sicht schwer, eine entsprechende Beinarbeit zu erkennen.

So blieb am Ende leider nicht mehr viel anderes als die 1:13-Punktniederlage. Schade, Michael – gerade im zweiten Abschnitt war durchaus mehr drin.

Fazit:
Unterm Strich steht damit ein wichtiger Heimsieg, der uns an diesem Abend durchaus einiges an Nerven gekostet hat. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand und einigen unglücklichen Situationen blieb die Mannschaft jedoch dran und hat sich den Erfolg bis zur letzten Sekunde erkämpft.

Gerade nach dem Rückstand im zweiten Drittel der Begegnung hätte das Pendel durchaus auch in die andere Richtung ausschlagen können. Unsere Sportler ließen sich davon aber nicht beeindrucken und kämpften weiter um jeden einzelnen Punkt. Dass am Ende tatsächlich erst mit dem letzten Kampf der Mannschaftssieg endgültig feststand, zeigt, wie eng die Begegnung über weite Strecken war.
Neben den bereits angesprochenen starken Einzelleistungen war vor allem die kämpferische Einstellung entscheidend. Auch wenn nicht jeder Kampf so verlief, wie wir es uns vorgestellt hatten, wurde bis zum Schluss alles in die Waagschale geworfen.
Damit bleiben die zwei Punkte verdientermaßen in Goldbach. Ein wichtiger Heimsieg, aus dem wir sicherlich einiges mitnehmen können. Jetzt gilt es, diesen Schwung in die kommenden Begegnungen mitzunehmen und weiter fleißig Punkte zu sammeln.

Und lange warten müssen wir darauf nicht: Am kommenden Wochenende stehen direkt wieder zwei Heimkämpfe auf dem Programm. Um 19:00 Uhr trifft unsere Jugend auf die Jugend des KSC Hösbach, ehe wir um 20:00 Uhr in der Oberliga den RSV Elgershausen in Goldbach empfangen.
Also wieder zwei gute Gründe, in der Halle vorbeizuschauen und unsere Mannschaften lautstark zu unterstützen!
Glückwunsch an die gesamte Mannschaft!


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